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Stadtwappen Wedel   Geographische Lage  
Bundesland:   Schleswig-Holstein 
Kreis:   Pinneberg 
Koordinaten:   53° 35′ N, 9° 42′ O 
Höhe:   4 – 26 m ü. NN  
Fläche:   33,82 km² 
Einwohner (Stand 31.12.2006):   32.048  
Bevölkerungsdichte:   948 Einwohner je km² 
Postleitzahl:   22880 
Vorwahl:   04103 
KFZ-Kennzeichen:   PI 
Gemeindeschlüssel:   01 0 56 050  
Adresse der Stadtverwaltung:   Rathausplatz 3 - 5
22880 Wedel  
Webpräsenz:   » www.stadt.wedel.de  


Lage

Die Stadt Wedel gehört zum Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein und hat etwa 32.000 Einwohner. Sie liegt in der westlichen Agglomeration Hamburgs an der Unterelbe und gehört zur Metropolregion Hamburg. Seit 1993 lautet der offizielle Stadtname wieder Wedel, nachdem 30 Jahre der Zusatz Holstein geführt wurde.

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Geschichte

Im Jahre 1212 wurde Wedel erstmalig erwähnt. Durch die Lage am sog. Ochsenweg, einem Viehhandelsweg von Niedersachsen bis nach Dänemark, hatte Wedel in früheren Zeiten einen bedeutenden Viehmarkt, der als Ochsenmarkt auch heute noch stattfindet.
In der Wedeler Marsch lag die sog. Hatzburg erbaut um 1311 durch die Grafen von Schauenburg. Um 1400 wurde die Burg als Herrschaftssitz aufgegeben (diesen verlegten die Grafen nach Pinneberg), jedoch bis 1710 als Verwaltungssitz weiterbenutzt, ehe sie dem Verfall anheimgegeben wurde. Luftbilder lassen die Burganlage noch heute als ovale Linie erkennen. Ein Modell nach den Erkenntnissen von Ausgrabungen ist in der Nähe des ehemaligen Standorts an der Hatzburgtwiete aufgestellt.
Um das Jahr 1450 wurde der Roland als Zeichen des hoheitlichen Schutzes der Marktgerechtigkeit errichtet. Die heutige Figur ersetzte im 17. Jahrhundert die ursprüngliche, die verfallen war.
Am 16. März 1731 haben schwere Feuersbrünste 167 Häuser zerstört, am 13. September 1837 fielen die Kirche und 20 Häuser Flammen zum Opfer. Im Mai 1878 explodierte die Pulverfabrik unweit Schulau, 10 Menschen starben.
1875 erlangte es Stadtrechte. 1909 wurde das Dorf Schulau zur Kosteneinsparung auf Anregung der Kommunalverwaltung eingemeindet. Bereits 1892 war Spitzerdorf zu Schulau gekommen.
Im Zuge der Machtübernahme wurde am 11. März 1933 die Fahne des Dritten Reiches und die schwarz-weiß-rote Fahne auf dem Rathaus in feierlicher Form gesetzt. Am 12. April 1933 wurden vier SA -Männer als Hilfspolizeibeamte eingestellt. Am 23. Juli 1933 schieden die Sozialdemokraten zwangsweise aus der Stadtverodnetenversammlung aus. Das Gemeindeverfassungsgesetz vom 15. Dezember 1933 trat am 1. Januar 1934 in Kraft. Die ausschließliche Veranwortung für die Verwaltung der Stadt hatte nun der Bürgermeister. Es war der Nationalsozialist Harald Ladwig, der bereits am 21. April 1932 gewählt worden war.
Während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in Wedel eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme. Hieran erinnert eine Stele an der Bundesstraße 431, ca. 700 m vor der Grenze zu Hamburg.
Am 3. März 1943 zerstörte ein britischer Bombenangriff erhebliche Teile des Stadtgebiets.
Zur Zeit des Kalten Krieges wurde in Wedel das größte deutsche Hilfskrankenhaus unterhalb des örtlichen Gymnasiums gebaut und für den Einsatz bereitgehalten. Diese Einrichtung wurde in den 1990er-Jahren aufgrund der sich veränderten Weltlage aufgelöst.


Wirtschaft

In Wedel befindet sich der Deutschlandsitz des fünftgrößen Pharmakonzerns der Welt, der AstraZeneca PLC, außerdem ein Steinkohle-Heizkraftwerk der Vattenfall Europe AG. Bis vor ein paar Jahren existierte neben dem Heizkraftwerk auch noch die erste, 1906 gegründete Raffinerie der Mobil Oil AG, welche inzwischen allerdings aufgegeben wurde.
Die J. D. Möller Optische Werke Wedel sind weltweit bekannter Hersteller optischer Präzisionsgeräte mit einer Tradition, die bis 1864 zurückreicht.
Die Firma "Solarnova" produziert und vermarktet hier als Ausgründung der AEG-Solartechnik Photovoltaik-Module für Solarfassaden und Lichtdächer. Außerdem ist man offen für die Bestückung von Sonderprojekten, wie z.B. Signaltürmen oder Parkscheinautomaten.

Infrastruktur

Bahnanschluß
Die S-Bahn-Linie S 1 aus Richtung Hamburg-Altona endet in Wedel. Sie ist entstanden aus der Altona-Blankeneser Eisenbahn.
Die früher recht umfangreichen Gleisanlagen für den Güterverkehr sind inzwischen aufgelassen und abgebaut, nachdem der Bedarf entfallen ist. Die Industriebetriebe, welche eigene Gleisanschlüsse hatten, sind stillgelegt (Mineralölwerk), abgerissen (Pulverfabrik, Zuckerraffinerie) oder haben keine Verwendung mehr für sie (Kohlekraftwerk).

Bundesstraßen
Die Bundesstraße 431 verläuft von Hamburg-Altona kommend durch Wedel und dann weiter über Uetersen, Elmshorn und Glückstadt nach Meldorf.
Ein „Dauerthema“ in Wedel ist die Verlegung des Verlaufs der Bundesstraße. 1938 wies Bürgermeister Ladwig auf den Plan einer Umgehungsstraße hin. 1982 wurde der Städtebauliche Rahmenplan 1982 für die Altstadt vorgelegt, der u. a. die Mühlenstraße (im heutigen Verlauf B 431) als eine teilweise „verkehrsberuhigte Straße“ vorsah. Es existiert eine Planung, den Abschnitt zwischen Rissen und Wedel auf eine südlichere Trasse zu verlegen. Das Vorhaben ist zwar im „Weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans angemeldet; allerdings bestehen beiderseits der Wedeler Stadtgrenze Bedenken bei Bürgern und Kommunalpolitikern gegen eine solche Trasse, weil nach deren Meinung diese eine Beeinträchtigung schützenswerter Landschaften darstelle.

Fährverbindungen
Eine regelmäßige Personenfährverbindung über die Elbe wird von der Lühe-Schulau-Fähre GmbH betrieben.
Vom Frühjahr bis zum Herbst ist Wedel Haltepunkt einer Expressfähre von und nach Helgoland, die am Willkomm-Höft anlegt.

Kultur

Das Theater Wedel ist ein Amateurtheater. 1965 gründete der Krimiautor Hansjörg Martin einen Arbeitskreis Laienspiel an der Wedeler Volkshochschule, aus der 1977 der Theater Wedel e.V. hervorging.
Das Theaterschiff Batavia von Hannes Grabau ist ein Schiff mit Gaststätte und einem Theater mit 70 Plätzen. Es ist ein Ort unterschiedlicher kultureller Veranstaltungen.
Das Stadtmuseum Wedel wurde auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung als Heimatmuseum 1912 eingerichtet. Es ist seitdem im alten Schulgebäude in der Küsterstraße 5 beheimatet..
Im August 1987 wurde das Ernst Barlach Museum Wedel eingerichtet. Es verfügt über eine repräsentative Sammlung von Skulpturen, Zeichnungen, Holzschnitten, Lithographien, Briefen und Manuskripten Ernst Barlachs. Außerdem finden hier in regelmäßigen Abständen auch Ausstellungen und Veranstaltungen zu Kunst und Literatur der klassischen Moderne und zu zeitgenössischen und populären Themen statt.

Quellen : www.wikipedia.de